Unterwegs…auf der Wartburg

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An der Wartbug bin ich schon mehrfach vorbeigefahren und habe sie immer nur von weitem über dem Freistaat Thüringen thronen sehen. Und jedesmal verspürte ich den Wunsch, die Wartburg einmal zu besichtigen.

Und nun war es endlich so weit. Wir gönnten uns eine Übernachtung in Eisenach, um in aller Ruhe das Wahrzeichen Thüringens zu besuchen.

Genügend Zeit sollte man auf jeden Fall einplanen. Parkplätze befinden sich unterhalb der Burg und man muß nun entweder einen recht steilen Fußweg zurücklegen oder auf ein Pendeltaxi zurückgreifen. Für ältere oder gehbehinderte Menschen ist der Fußweg ganz sicher sehr beschwerlich.

Da wir uns für unserem Ausflug einen sehr heißen Sommertag ausgesucht hatten, sind auch wir gerne mit dem Pendeltaxi gefahren, nachdem wir auf Nachfrage erfahren haben, dass auch unser Hund mit ins Taxi darf. Das Pendeltaxi fährt bis kurz unter die Burg und dann ist es nur noch ein kurzer Fußweg, wenn dieser auch sehr steil ist. Gehbehinderte Menschen haben die Möglichkeit, das restliche Stück mit einem weiteren Pendeltaxi zurückzulegen.

Oben angelangt kann man einen traumhaften Ausblick auf die Umgebung genießen.

Als erstes schauten wir uns in Ruhe auf der Außenanlage um. Diese kann kostenlos besichtigt werden. Auf der Außenanlage befindet sich eine Art “Hundeparkplatz”, an der man seinen Hund anbinden kann, um die Burg dann ohne Hund zu besichtigen. Ich konnte beobachten, das dies tatsächlich von Hundebesitzern genutzt wurde. Mich irritiert so etwas immer, ich würde niemals meinen Hund irgendwo anbinden und längere Zeit weggehen – und schon gar nicht an einem fremden Ort. Die Führung dauert mindestens eine Stunde und man erhält an der Kasse feste Zeiten, wann die eigene Führung startet. Anschließend hat man noch Gelegenheit das Museum individuell zu besichtigen. Ganz ehrlich, ich hätte keine ruhige Minute wenn mein bester Freund in dieser Zeit draußen alleine angeleint wäre.
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Also griffen wir auf unser bewährtes Prinzip der Aufteilung. Einer bleibt beim Hund, der andere besichtigt mit dem Kind. Das Kind muss dann in den sauren Apfel beißen und eben zwei Mal auf Besichtigungstour gehen. Aber – doppelt gemoppelt hält besser – ich glaube es gibt schlimmeres, als zwei Mal durch diese beeindruckende Burg zu gehen.
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Und ich habe nun den wahrscheinlich gebildetsten Boxer Deutschlands, der schon vor fast allen Museen und Burgen geschlafen hat :-)

Die Führung durch die Wartburg hat mir sehr gut gefallen. Unser Reiseführer hat uns bei meiner Tour durch die Wartburg die Geschichte der fast 1000 jährigen Burg und seiner Bewohner sehr spannend und kurzweilig wiedergegeben.

Auf dieser geschichtsträchtigen Burg lebte unter anderem die heilige Elisabeth, Martin Luther übersetzte in Rekordzeit das Neue Testament und es ist einfach ein besonderes Erlebnis, diesen bedeutenden Ort zu besuchen. Mich hat am meisten die Lutherstube und die Kemenate der heiligen Elisabeth beeindruckt, ein Raum der vollständig mit einem farbenprächtigen Glasmosaik ausgekleidet ist.

Führungen auf der Wartburg finden bis 17:00 Uhr statt. Die Außenanlagen können länger besichtigt werden. Weitere Informationen zu Eintrittspreisen und Öffnungszeiten sowie über die Wartburg findet ihr hier. Als wir uns nach 17:00 Uhr auf den Rückweg Richtung Parkplatz machen wollten, haben wir – neben einigen anderen Besuchern – leider vergeblich auf ein Pendeltaxi für die Rückfahrt gewartet. Auch eine Hinweistafel zu den Rückfahrtzeiten suchten wir vergeblich. So machten wir uns nach einiger Wartezeit zu Fuß auf den Rückweg.

Bianca-Glaesser auf DaWanda

Für uns war das eigentlich kein Problem, es ist theoretisch – für jemanden der gut zu Fuß ist – ein sehr schöner Waldweg abweits der Straße, auf dem man nach ca. 20 Minuten die Parkplätze erreicht. Unter der Vorgabe dass es an diesem Tag wirklich unangenehm heiß war, “Mann” war müde und dem Boxer zu warm, hätte ich mir ein deutliches Hinweisschild auf die Rückfahrzeiten der Pendeltaxis gewünscht. Zumal der Fußweg auch stellenweise für meinen Geschmack etwas abenteuerlich beschildert war. Für uns war das ein kleiner Wermutstropfen an diesem schönen Tag, ich hätte mir einfach gewünscht, dass deutlicher auf die Rückfahrzeiten hingewiesen wird.

Wir haben an unserem letzten Urlaubstag noch die Gelegenheit genutzt, uns das Villenviertel von Eisenach anzuschauen. Die wunderschöne Villenkolonie im Südviertel von Eisenach soll zu den größten deutschen Villengebiete zählen und ist fast vollständig erhalten.
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Johann Sebastian Bach ist in Eisenach geboren, das Bachhaus haben wir aber leider nicht mehr besichtigen können. Das kommt auf meine persönliche “1000 Places to see” Liste für die nächste Tour Richtung Osten.

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