Laugenbrötchen

Rezept Laugenbrötchen
Eigentlich hatte ich heute nicht vor zu kochen oder zu backen. Eigentlich. Heute sollte es mal ganz einfach und schnell gehen. Aber trotzdem frisch und gesund. Meine Lieblingsmenschen und ich hatten heute Lust auf einen großen, frischen, bunten Salat und dazu ein Baguette mit Kräuterbutter. Also schnell alle Zutaten auf die Einkaufsliste geschrieben und ab zum Einkaufen. Soweit der Plan…

Zu Hause angekommen stellte ich dann relativ schnell fest, dass ich Rabenmutter ausgerechnet Brot und Kräuterbutter vergessen hatte. Super. Da könnte ich mich echt über mich selbst ärgern. Einer der wenigen Nachteile, wenn man so Mitten im Westerwald lebt ist nämlich, das es bei uns im Dorf leider keine Infrastruktur gibt. Das heißt, entweder nochmal 10 Minuten ins Auto setzen oder eben selber machen. Zum Glück hatte ich noch einen Würfel frische Hefe da – und nachdem ich angekündigt hatte damit etwas zu “zaubern”, war der Familienfrieden schnell wieder hergestellt. Also: Wir backen uns einfach ein paar Laugenbrötchen. Selbst gemacht finden wir sie soooooo lecker – viel besser als die gekauften und mit frischer Kräuterbutter – unschlagbar! Und meinen persönlichen “Finanzminister” freut es natürlich, wenn ich mal zusammenrechne, dass diese Zutaten nur ein paar Cent kosten. Also eine wirklich gute und günstige Alternative zu dem gekauften Laugengebäck!


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Ihr benötigt folgende Zutaten:

Backpapier

Für den Teig:

1000 Gramm Mehl
1 Würfel frische Hefe
2 gestrichene Teelöffel Salz
260 ml Wasser
260 ml kalte Milch
150 Gramm Butter

Für die Lauge:

1500 ml Wasser
3 Esslöffel Natron

Evtl. zum bestreuen oder zum befüllen des Laugengebäckes:
- geriebener Käse
- grobes Salz
- Kümmel
- gewürfelter roher Schinken..

So wird`s gemacht:

Das Wasser zum kochen bringen und die Butter im Wasser schmelzen. Die kalte Milch hinzufügen und in dem nun lauwarmen Gemisch die Hefe auflösen. Ca. fünf Minuten stehen lassen, bis sich kleine Bläschen bilden.

In der Zwischenzeit das Mehl in eine große Schüssel sieben und mit dem Salz vermischen. Nun das Hefe-Milchgemisch zum Mehl geben und den Teig ordentlich verkneten, bis sich der Teig “glatt” anfühlt.

Den Teig in eine Schüssel geben und mit einem feuchten Tuch bedeckt ungefähr 45 Minuten gehen lassen.

Nun den Backofen auf 160 Grad Umluft vorheizen und zwei Bleche mit Backpapier auslegen.

Das Wasser für die Lauge aufkochen und vorsichtig (es schäumt!) 3 Esslöffel Natron hinzufügen. Ich verwende zum Backen übrigens das gute, alte “Kaiser-Natron”, dass man in jedem gut sortierten Supermarkt oder Drogeriemarkt findet und habe damit beste Erfahrungen gemacht.

Nun den Teig in 16, ungefähr gleich große, Portionen teilen und nach Lust und Laune formen: Kugeln für Laugenbrötchen, längliche Rollen für Laugenstangen, lange “Würste”, um diese dann zu Brezeln zu legen…

Wer mag, probiert mal aus, die Laugenbrötchen mit gewürfeltem Schinken oder geriebenen Käse zu befüllen. Oder: Den Teig in ca. walnussgroße Stücke teilen und “Laugenkonfekt” herstellen… (dann aber die Backzeit anpassen!)

Wenn alle Teigstücke geformt sind, legt man sie am besten mit einem Schaumlöffel in die leicht sprudelnd kochende Lauge, und lässt sie darin, bis sie oben schwimmen (das dauert nur einige Sekunden).
Lauge Laugenbrezel
Dann mit dem Schaumlöffel wieder herausnehmen und auf das vorbereitete Backblech legen.

Wer Lust hat, bestreut die Teigstücke nun mit Salz oder Kümmel. Ich persönlich mag die Laugenbrezel am liebsten “ohne alles” und streue daher auch kein Salz auf. Aber jeder, wie er mag…

Nun die Teiglinge noch bei ca. 160 Grad Umluft ca. 25 Minuten backen. Fertig!

Wir lieben dieses selbst gemachte Laugengebäck und wenn ich dazu etwas frische Kräuterbutter habe, brauche ich fast nichts anderes :-)

Man kann das fertige Laugengebäck übrigens hervorragend einfrieren und einfach bei Bedarf über dem Brötchenaufsatz des Toasters aufbacken. Wenn es morgens schnell gehen muss, wandert so ein Brezel zusammen mit etwas frischem Gemüse oder Obst auch schon mal in die Brotdose fürs Pausenfrühstück. Probiert es mal aus!

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4 Comments on Laugenbrötchen

  1. Jutta
    02/04/2015 at 10:55 (3 Jahre ago)

    Das ist ja toll. Ich wäre niemals auf die Idee gekommen, Laugenbrötchen selber zu backen. Hab ich gleich gestern ausprobiert. Ging wirklich ganz easy. Allerdings hätten meine noch ein bisschen “laugiger” schmecken können. Hatte eine Packung von dem “guten Kaiser Natron” gekauft und beim Backen festgestellt, dass dort ein bisschen weniger drin ist als 3 EL. Macht aber nichts, werd ich beim nächsten Versuch korrigieren. Und den gibt es ganz bestimmt. Danke für diese tolle Anleitung!
    Jutta

    Antworten
    • nachstichundfaden
      02/04/2015 at 11:45 (3 Jahre ago)

      Hallo Jutta, vielen Dank für Deinen lieben Kommentar! Bei uns gibt es diese Laugenbrötchen auch öfter und ich habe jedes Mal Spaß beim Backen :-)

      Antworten
  2. Daniel
    27/05/2015 at 19:00 (2 Jahre ago)

    Die Laugenbrötchen- und Brezeln sehen wirklich klasse aus. Ich muss mich auch noch mal an selbstgebackenem Laugengebäck versuchen, vor allem da es frisch aus dem Ofen und noch warm bestimmt noch mal leckerer sind, als das gekaufte beim Bäcker. So empfinde ich es zumindest immer bei meinen selbstgebackenen Brötchen. Ich glaube, ich habe Laugengebäck bisher auch immer irgendwie aufgeschoben, weil ich dachte, ich bräuchte dafür extra Natronlauge aus der Apotheke. Ich werde das Rezept jedenfalls mal an einem Wochenende nachbacken und hoffe, die Brötchen gelingen mir auch so gut wie auf den Bildern.

    Antworten
    • nachstichundfaden
      28/05/2015 at 07:54 (2 Jahre ago)

      Vielen Dank für Deinen Kommentar! Das Rezept ist wirklich einfach und gelingt Dir bestimmt – viel Spaß beim nachbacken :-)

      Antworten

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