Halloween meets Kindergeburtstag

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Einer meiner Lieblingstage im Jahr ist der Kindergeburtstag. Ehrlich.Ich liebe es, Kindergeburtstage zu planen und zu dekorieren. Und am meisten Spaß machen mir Mottopartys. Da ist es natürlich äußerst praktisch, wenn der Nachwuchs im Oktober Geburtstag hat. Denn dann wird das Motto “Halloween” fast auf dem Silbertablett präsentiert.

Auf diesen Kindergeburtstag habe ich wirklich sehr lange gewartet. Zu meiner Zeit war es bei uns leider nicht üblich, Halloween zu feiern. Zum Glück ist es heute anders. Überall bekommt man “spooky” Deko (okay, in dem Fall keine “schöne” sondern eher “passende” Deko) und der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt.

Da die Gäste im Alter von 9-10 Jahren waren, starteten wir die Party am Nachmittag mit einer Einladung zum Kuchenessen.
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Passend zum Motto gab es einen Monsterkuchen, Spinnenmuffins, Hexenfinger und Kackhaufen. Glaubt mir einfach, dass ich schon beim vorbereiten einen Riesenspaß hatte :-)

Unter dem Monsterkuchen versteckte sich der Regenbogenkuchen, einfach mit ein paar Gummischnüren und Weingummiaugen gepimpt. Das Rezept für die Muffins findet ihr hier. Damit aus “normalen” Muffins Spinnen werden, einfach pro Muffin eine Lakritzschnecke in gleich große Stücke teilen und in die gebackenen Muffins stecken. Das funktioniert sehr gut, wenn man mit einem Holzspieß oder Schaschlikstab kleine Löcher in den Muffin “vorbohrt”, dann die Lakritzstücke hineinsteckt und anschließend mit Schokoglasur verziert. Die Augen habe ich in der Backwarenabteilung entdeckt. Alternativ kann man zum Beispiel auch einfach Smarties als Augen verwenden. Diese Augen einfach auf die Muffins auflegen, bevor die Glasur getrocknet ist.

Kackhaufen und Hexenfinger bestehen aus entsprechend geformten Plätzchenteigen. Sie können daher schon ein paar Tage vorher gebacken werden.

Zuerst habe ich den Teig für die Hexenfinger vorbereitet, da dieser Teig im Kühlschrank ruhen muss.

Für die Hexenfinger benötigt ihr folgende Zutaten:

150 Gramm Mehl
60 Gramm Zucker
1 Esslöffel selbstgemachten Vanillezucker (oder ein Päckchen gekauften)
100 Gramm kalte Butter
1 Eigelb
1 Prise Salz
ganze Mandeln

Frischhaltefolie
Backpapier

So wird`s gemacht:

Aus Mehl, Zucker, Vanillezucker, Butter, Eigelb und Salz einen Teig kneten. In Frischhaltefolie hüllen und eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen.

Den Backofen auf 180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen.

Nach der Ruhezeit den Teig in ca. 25 Portionen teilen. Diese zu fingerlangen Rollen formen, etwas in Fingerform bringen, mit einem Messer ein paar Rillen eindrücken und eine ganze Mandel als Fingernagel auflegen.

Die Finger mit genügend Abstand auf das Blech legen, der Teig zerläuft etwas beim Backen.

Nach ca. 15 Minuten Backzeit aus dem Ofen nehmen und auf dem Blech auskühlen lassen.

Für die Kackhaufen benötigt ihr folgende Zutaten:

250 Gramm Mehl
1 gestrichener Teelöffel Backpulver
100 Gramm Zucker
150 Gramm weiche Butter
1 Eigelb
1 Esslöffel saure Sahne oder Schmand
3 Esslöffel Kakaopulver
Backpapier

So wird`s gemacht:

Den Backofen auf 200 Grad Ober/Unterhitze vorheizen.

Alle Zutaten vermischen und mit den Knethaken oder per Hand zu einem glatten Teig verkneten.

Den Teig zu einer Rolle formen und in ca. 25 gleiche Portionen teilen. Diese nun per Hand rollen und zu kleinen Kackhaufen formen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Haufen daraufsetzen. Nun ca. 18 Minuten backen, aus dem Ofen nehmen und auf dem Blech auskühlen lassen.

Die Deko habe ich am Vortag vorbereitet. Dem Grunde nach bestand sie aus Luftballons, Girlanden, Flatterband und gewebten Spinnennetzen, die es jetzt überall zu kaufen gibt. Die Monster und Fledermäuse habe ich aus schwarzem Tonkarton ausgeschnitten.

Die Zweige stammen von einem Weidenbaum aus unserem Garten. Diese habe ich von ihren Blättern befreit und einfach mit weißer Acrylfarbe angesprüht. Zusammen mit ein paar  Fledermäusen eine ganz schnelle Deko. Der schwarze Kerzenständer ist ein Fundstück vom Flohmarkt, die schwarze Vase ist original 90er.

Vor ein paar Jahren habe ich eine CD mit Filmmusik von “Dracula” auf einem Flohmarkt ergattert. Ich kann mich noch genau an den erstaunt – zufriedenen Gesichtsaudruck des Verkäufers erinnern. So eine Mischung aus – “zum Glück bin ich diese CD los” – und ” wer hört sich so was an?”. Am meisten hat mich jetzt gefreut, das ich mich nach so langer Zeit an die CD erinnert und diese tatsächlich dann auch in den Tiefen unseres CD Schrankes wiedergefunden habe.

Zur Begrüßung haben wir die Wohnung abgedunkelt und die CD mit der gruseligen Filmmusik abgespielt.
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Als alle Partygäste da waren, gab es dann erst mal einen Becher Bowle für alle. Die Kinder mussten selbst erraten, aus was dieses Getränk bestehen könnte.
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Die Mehrheit entschied sich für Zombiekotze. Zum Glück war es nur Orangensaft, Ananassaft und etwas blaue Lebensmittelfarbe :-)

Nachdem wir uns mit Kuchen (und ich mit genügend Kaffee :-) ) gestärkt hatten, wurde es Zeit für ein paar Spiele. Zur Einstimmung gab es eine “Geisterjagt”.

Bei der Geisterjagt handelt es sich um eine Gruselgeschichte, allerdings mit der Vorgabe, alle Geister und Gespenster durch ordentlich Lärm und Krach zu verjagen.

Zur Vorbereitung benötigt ihr:

- Eine Gruselgeschichte (Ich hatte von den Gebrüdern Grimm “Von einem der auszog, das Fürchten zu lernen” ausgesucht, ein bisschen Kultur muss sein ;-) )
- Gegenstände zum Lärm machen (Rasseln, Topfdeckel, leere Plastikflaschen, Kochlöffel und Töpfe, usw)
- Papierkärtchen mit “Schlüsselwörtern”

So wird`s gemacht:

Jeder Mitspieler sucht sich einen Gegenstand zum Krachmachen aus. In der Geschichte werden verschiedene Namen markiert und auf Papierkärtchen geschrieben (z.B. Vater, Sohn, Küster, Fuhrmann usw.). Jeweils ein bis zwei Kärtchen werden an die Mitspieler verteilt. Die Kinder sitzen im Kreis und lauschen der Geschichte. Immer, wenn der verteilte Name in der Geschichte vorgelesen wird oder das Wort “gruseln” vorkommt, müssen die Kinder Krach schlagen und so die Geister vertreiben. Besonders gruselig wird die Geschichte dadurch nicht – eher laut und lustig. Ist in dem Fall auch ganz gut – wenn ich so über die Geschichte nachdenke. Die waren schon ziemlich krass, die Gebrüder Grimm :-)

Nachdem alle Geister verjagt waren, starteten wir eine Fotoralley.

Ablauf der Fotoralley:

Die Gäste wurden in zwei Gruppen aufgeteilt. Wir teilten uns in “Mädchen gegen Jungs”.

Jede Gruppe bekam eine Liste mit Aufgaben, eine Rolle Toilettenpapier, einen Stift und einen Fotoapparat/Fotohandy und die Aufgabe, innerhalb von 30 Minuten möglichst viele Aufgaben zu lösen und durch ein Foto zu dokumentieren. Für jede gelöste Aufgabe gab es einen Punkt. Gewonnen hat das Team mit den meisten Punkten.

Aufgaben waren unter anderem:

- Fotografiert einen Kürbis
- Findet einen Kürbiskern und fotografiert ihn
- Findet einen Freiwilligen, der sich auf der Straße in Toilettenpapier einwickeln lässt und macht ein Beweisfoto
- Fotografiert ein Hexenfluggerät
- Sucht ein besonders unheimlich und gruselig aussehendes Haus und fotografiert es
- Macht ein Foto von allen Buchstaben des Wortes Halloween
- Fotografiert eine schwarze Katze
- Findet eine Spinne und fotografiert sie
- Sucht etwas, das aussieht wie ein Hexenhut und macht davon ein Foto
- Bittet jemanden, Gruppenfoto`s von euch zu machen zu den Begriffen: hässlich, böse, traurig, eklig, gruselig

Nachdem ausdiskutiert war, ob Mädchen oder Jungs gewonnen hatten (ganz klar: die Mädchen – wir haben die Jungs nur im Glauben gelassen, es wäre Gleichstand ;-) ) ging es zu Hause mit dem nächsten Spiel weiter.

Ein Partyklassiker, perfekt für Halloween-Kindergeburtstage: Mumienwickeln.

Ihr benötigt hierfür:

- Toilettenpapier (pro zwei Partygäste eine Rolle)

So wird`s gemacht:

Die Kinder bilden Zweierteams. Einer wickelt, der andere wird zur Mumie. Gewonnen hat das Team mit der schönsten Mumie. Wer Toilettenpapier durch den Raum wirft oder nach Ende des Spieles nicht mit aufräumt, wird disqualifiziert ;-)

Danach war Zeit, bei Stoptanz etwas zu entspannen:

So wirds gemacht:

Wir haben das Spiel in zwei Varianten gespielt. Bei der einen bekamen die Kinder einen Plastikknochen in die Hand. Dieser musste von Kind zu Kind weitergeben werde, solange die Musik an war. Wer den Knochen in der Hand hielt, wenn die Musik stoppte, ist ausgeschieden.

Bei Variante zwei, durfte getanzt werden, solange die Musik lief. Wenn die Musik stoppte, mussten die Kinder “einfrieren”. Wer sich nach Stop der Musik noch bewegt, scheidet aus.

Anschließend spielten wir: “Gespenster raten“.

Ihr benötigt hierfür:

- ein großes, weißes Bettlaken
- eine Augenbinde
- einen Stuhl

So wird`s gemacht:

Ein Kind wird aus dem Raum geführt. Vor der Tür werden diesem Kind die Augen verbunden. Die übrigen, im Zimmer verbliebenen Kinder suchen ein Kind aus der Runde aus, das sich auf den Stuhl setzt und mit dem Laken zum Gespenst verwandelt wird.

Das Kind wird mit verbundenen Augen in den Raum zurück geführt und muss nun durch Tasten herausfinden, wer sich unter dem Laken befindet.

Nun war noch Zeit “Gruseltiere” zu fangen.

Ihr benötigt hierfür:

- Schaummäuse
- Gummischnüre
- eine lange Kordel

So wird`s gemacht:

Gruseltiere fangen ist eine Abwandlung des bekannten “Brezel schnappen”.

Mit einem Holzspies ein Loch in die Schaummäuse bohren und eine Gummischnur durchfädeln. Das dauert ein bisschen – also am besten vor der Party vorbereiten. Die Kordel wird im Raum gespannt. Dann die vorbereiteten Mäuse an die Kordel knoten.
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Nun müssen die Kinder die Mäuse schnappen, ohne die Hände zu benutzen. Gewonnen hat das Kind, das als erstes seine Maus gegessen hat.

Ich hatte für die Kinder, die darauf Lust hatten, etwas zum Basteln vorbereitet.
Zu Halloween gehört auch entsprechende Beleuchtung. Daher konnte, wer wollte, Windlichter dekorieren.

Ihr benötigt hierfür:

- leere, saubere Marmeladengläser
- Schere
- Bastelkleber
- Whasi tape
- Transparentpapier
- Wackelaugen
- Stifte
- Glitzerkleber
- Pfeifenputzer
- Aufkleber….
also im Prinzip alles, was sich zum bekleben eines Glases eignet.

Auch das war etwas, was richtig Spaß gemacht hat. Die Kinder hatten richtig Lust, haben sich zusammen in einer Runde auf den Boden gesetzt und einfach losgelegt. Und so sind die schönsten Windlichter entstanden und die Gäste hatten auch eine kleine Erinnerung zum mitnehmen.

Während die Kinder mit dem Basteln beschäftigt waren, hatten wir etwas Zeit, das Abendessen auf den Tisch zu bringen.

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Es gab Stäbchen von der Zauberknolle (Pommes), Hexenfinger (Würstchen) und zum Nachtisch Graberde (Schokopudding), Blut- und Eiterhände (roter Wackelpudding und Vanillepudding mit Himbeermarmelade).

Die Würstchen habe ich morgens schon vorbereitet. Einfach halbiert, mit einem scharfen Messer an der “Fingerkuppe” das Nagelbett eingeschnitten, angeritzt und die Fingernägel mit Mandelblättchen nachgebildet. Natürlich gehört dazu viiiiel Tomatenketchup, abgeschnittene Finger sind eine blutige Angelegenheit ;-)

Den roten Wackelpudding für die Bluthand habe ich am Vorabend gekocht und in einen Gummihandschuh (ohne Puder) abgefüllt. Hierfür einfach ein Päckchen rote Götterspeise nach Packungsanweisung kochen. Die Menge reicht für ca. zwei Handschuhe. Die Gummihandschuhe muss man nun gut verschließen und über Nacht einfrieren. Am nächsten Morgen den Handschuh ganz kurz unter warmes Wasser halten, dann lässt er sich problemlos entfernen.

Dann einfach die gefrorene Götterspeisehand auf einem Teller im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur auftauen lassen und evtl. mit einem Rest Vanillepudding dekorieren.

Den Vanillepudding für die “Eiterhand” habe ich am Vormittag gekocht. Auch diesen einfach in einen Gummihandschuh abfüllen und im Kühlschrank aufbewahren. Nach einigen Stunden im Kühlschrank kann der Handschuh auf einem Teller vorsichtig mit einer Schere aufgeschnitten werden. Noch ein bisschen Himbeermarmelade und fertig ist die Eiterhand.

Für die Friedhofserde ein Päckchen Schokopudding gemäß der Packungsanweisung kochen. Dann den gekochten Schokopudding in eine eckige Auflaufform geben und abkühlen lassen. Schokokekse (schaut mal bei den Butterkeksen, die gibt es jetzt auch mit Schokogeschmack) in einem Gefrierbeutel zerkrümeln und kurz vor dem Servieren darauf verteilen. Ein bisschen gruselige Deko darauf – Gummitiere, Pappskelette – und fertig ist die Friedhofserde.

Zum Abschied gab es für unsere tollen Gäste als kleines Dankeschön jeweils einen Handschuh mit Halloweensüßigkeiten.
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Wer mehr Spaß an dieser Party hatte – die Kids oder ich? – schwer zu sagen. Auf jeden Fall war es ein toller Nachmittag mit tollen Kindern :-) Also – ich freue mich schon auf den nächsten Kindergeburtstag!

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2 Comments on Halloween meets Kindergeburtstag

  1. Ulrike
    24/10/2017 at 13:51 (2 Monate ago)

    Hallo,
    schöner Beitrag und hilfreich für unsere geplante Party.
    Woher hast du denn die schönen Einladungen her?

    LG

    Antworten
    • nachstichundfaden
      26/10/2017 at 09:54 (2 Monate ago)

      Vielen Dank für Deinen Kommentar! Die Einladungen habe ich selbst gemacht. Einfach die Fledermaus auf schwarzen Tonkarton übertragen und Wackelaugen aufkleben – Vorlagen dafür findet man im Web… viel Spaß bei eurer Party!

      Antworten

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