DIY: Kräuterspirale

Kräuterspirale Startbild
Ich liebe den Frühling und freue mich sehr auf die bevorstehende Gartensaison. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, die neuen Gartenprojekte vorzubereiten. Für alle, die auch am planen sind, möchte ich hier zeigen, wie wir unsere Kräuterspirale gebaut haben.

Ich bin noch immer verliebt in diese geniale Erfindung, da sie auf kleinstem Raum den verschiedenen Kräutern ideale Wachstumsbedingungen ermöglicht. Dem Grunde nach besteht so eine Kräuterspirale aus vier Klimazonen. Sie beginnt mit einer Wasserzone, die in südlicher Richtung gelegen sein sollte. Die Wasserzone mündet in eine Feuchtzone und führt dann weiter in eine Normalzone. Diese ist, bedingt durch die Form und Art der Kräuterschnecke halbschattig gelegen. Die Kräuterspirale wendelt sich dann weiter aufsteigend in einen sonnigen, trockenen, mediteranen Bereich. Die jeweiligen Zonen werden mit der dazu passenden Erde angereichert. Dazu aber später mehr.

So haben wir es gemacht:

Der Bau ist eigentlich sehr einfach, wenn mann die eine oder andere Kleinigkeit beachtet.

Eure Planung sollten ihr damit beginnen, den richtigen Standort zu finden. Wir haben einen vollsonnigen Platz gewählt, der nahe am Haus und an der Terasse gelegen ist, so dass wir auf möglichst kurzem Weg die leckeren, frischen Kräuter ernten und genießen können.

Als nächstes haben wir die Größe der Kräuterschnecke bestimmt. Unsere Kräuterspirale sollte eine Größe von ca. 5 m2 erhalten, da wir vielen verschiedenen Kräutern Platz bieten wollten. Die Höhe legten wir auf ca 1 Meter fest.

Kräuterschnecke

Als erstes haben wir eine große runde Mörtelwanne aus dem Baumarkt eingegraben. Diese dient uns als Miniteich für unsere Wasserzone. Anschließend haben wir ein ca. spatentiefes Fundament ausgegraben und mit groben Schotter verfüllt. Dies ist  sehr wichtig, damit der Frost keine Schäden anrichtet und das Bauwerk sicher den Winter übersteht.

Wenn dies geschehen ist, sollte man die Form der Kräuterschnecke bestimmen. Da wir gerne eine möglichst natürliche Form erreichen wollten, ist unsere Schnecke nicht ganz rund geworden. Die grobe Form kann man auf dem Fundament einzeichnen oder abstecken.

Als nächstes sollte die Höhe im Mittelpunkt geschaffen werden. Dies ist ein guter Ort, um zum Beispiel Bauschutt zu verbauen. Wir hatten noch ein paar Steine übrig, die hier einen Platz gefunden haben.

Und jetzt kann es losgehen. Immer schön der Reihe nach, wie bei einem großen Puzzle, die Steine verbauen. Wir haben zunächst den Rand der Mörtelwanne mit Steinen bedeckt und von dort aus in der Runde weitergebaut. Um eine Verbindung von der Wasserzone zum Feuchtbereich zu schaffen, haben wir hier einen alten Kartoffelsack als Docht eingebaut.

Wer wie wir Natursteine verbaut, sollte die Zwischenräume mit Erde auffüllen. Im sichtbaren Bereich haben wir Feldsteine verarbeitet. Während diese nach Art einer Trockenmauer geschichtet werden, sollte bereits nach und nach etwas Erde aufgefüllt werden.

Im Feuchtbereich haben wir reinen Kompost verwendet, und diesen dann im weiteren Verlauf mit Gartenerde vermischt. Im normalen Bereich wurde pure Gartenerde geschichtet, die dann, weiter nach oben verlaufend, immer mehr mit Sand und Kalksplitt vermischt wird und dadurch sehr mager wird.

Nun muss nur noch der Boden der Mörtelwanne im unteren Drittel mit Sand und Steinen befüllt werden.

Nachdem diese Arbeiten erledigt waren, durften die Kräuterspirale und wir ca. 14 Tage und ein paar Regengüsse ruhen, damit die Erde setzen konnte.

Die Zeit habe ich genutzt, um mir nochmal genauer zu überlegen, welche Kräuter ich pflanzen möchte und wo ich diese besorgen werde.

In der Wasserzone gedeihen Pflanzen wie Wasserminze oder Bachbunge. In der Feuchtzone fühlt sich Minze wohl, aber auch Schnittlauch und Petersilie. Im Normalbereich ist ein guter Platz für Pimpinelle oder Melisse, und in der      Mittelmeerzone fühlen sich die mediteranen Kräuter wie Salbei, Thymian oder    Currykraut heimisch.

Wo wir die Kräuter gekauft haben, erfahrt ihr hier in den kommenden Tagen.

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